Piano - Piano 2019 - Teil 1 Chris Hopkins und Bernd Lhotzky Piano Duo

Datum: 
19. September 2019, Donnerstag 19.30 Uhr
Ort: 
Klavierhaus Klavins, Bonn - Beuel Augustastrasse 26 - 28
Eintritt: 
20 Euro, Kartenblock für 3 Konzerte 55 Euro, Mitglieder 18 Euro, Kartenblock 50 Euro

Chris Hopkins meets his Piano Friends

Chris Hopkins und sein langjähriger Duo - Partner Bernd Lhotzky bestreiten gemeinsam das erste Konzert unserer Konzertreihe in 2019, die wie in den vergangenen Jahren, aus drei Konzerten besteht.

Chris Hopkins und Bernd Lhotzky bilden seit nunmehr 20 Jahren ein kongeniales Gespann und zählen heute jeder für sich zu den weltweit führenden Vertretern des klassischen Jazz Pianos. Gemeinsam gründeten sie 1997 das international erfolgreiche und mehrfach preisgekrönte Quartett „Echoes of Swing“ und touren darüber hinaus regelmäßig als Solisten um den Globus. Die Begegnungen der beiden Virtuosen an zwei Flügeln - stets gewürzt mit einer humorvollen Moderation und spontanen Bühnenpräsentation - haben längst Kultcharakter. Neben allen wichtigen Stilen des Classic Jazz stand von Anfang an insbesondere das Harlem Stride Piano im Zentrum des gemeinsamen Interesses. Das Stride Piano ist ein klangfarbenreicher, vor Energie und Spielwitz überbordender Klavierstil, dabei höchst raffiniert, voller Nuancen und feiner Schattierungen. Vom Pianisten verlangt das absolute Stilsicherheit und ein Höchstmass an Instrumentenbeherrschung. An zwei Flügeln zelebriert, wird diese Musik zu einer kammermusikalischen Herausforderung ganz besonderer Art, der ein gewisser sportlicher Aspekt nicht abzusprechen ist. Neben den stilbildenden Kompositionen der Pioniere des Genres, stehen intelligente Bearbeitungen unzähliger Standards aus dem Great American Songbooks auf dem Programm, unvergessene Kompositionen großer Songwriter wie Cole Porter, George Gershwin oder Irving Berlin.

Eine besondere Spezialität des Tandems sind swingende, dabei immer geschmackvolle Bearbeitungen von Vorlagen aus der europäischen Klassik und Romantik. Auch in diesem Idiom kann bei allem gebotenen Respekt sehr wohl improvisiert werden. Damit setzen Bernd Lhotzky und Chris Hopkins auf ihre ganz eigene Art die Kunst der Transkription fort, die Ende des 19. Jahrhunderts von europäischen Meistern wie Sergei Rachmaninow, Franz Liszt oder Leopold Godowsky zu Perfektion getrieben wurden. Diese humorvolle und kreative Auseinandersetzung mit dem europäischen Repertoire stellt im klassischen Konzertbetrieb eine erfrischende Ausnahme dar.

Bernd Lhotzky wurde 1970 in Tegernsee geboren. Heute gilt er weltweit als einer der kompetentesten Vertreter des klassischen Jazz-Pianos. Er wird regelmäßig zum „International Stride Piano Summit“ im Rahmen des Festivals „Jazz In July“ nach New York sowie zur „Arbors Records Jazz Party“ nach Clearwater, Florida eingeladen. Das Londoner Magazin "Piano" zeichnete Bernd Lhotzky neben Lang Lang, Grigory Sokolow und Keith Jarrett für eines der besten 10 Klavieralben des Jahres 2001 aus. Mit Dick Hyman spielte er das viel beachtete Album „Stridin’ The Classics“ ein. In jüngster Vergangenheit wurde ihm der „Prix de L’Académie du Jazz“, der Tassilo-Preis der Süddeutschen Zeitung sowie mehrfach der „Grand Prix du Disque de Jazz“ des Hot Club de France verliehen. Darüber hinaus schrieb Bernd Lhotzky die Soundtracks zu einigen deutschen Kurzfilmen.

Mehr über Bernd Lhotzky unter : www.lhotzky.com 

Chris Hopkins wurde 1972 in Princeton (New Jersey) geboren. Gleichermaßen versiert an Piano und Alt-Saxophon, zählt er zu den meistbeschäftigten Künstlern der internationalen Jazzszene. Unzählige Konzerte an der Seite von Größen wie Clark Terry, Harry „Sweets“ Edison, Bucky Pizzarelli, Scott Hamilton oder Butch Miles führten ihn durch ganz Europa, die USA, Japan, Australien und Neuseeland. Für Aufmerksamkeit der Fachpresse, insbesondere in Amerika, sorgte seine Duo-Einspielung „Teddy Wilson in 4 Hands“ mit Piano-Legende Dick Hyman. Das letzte Album „Message from Mars“ seines Ensembles „Echoes of Swing“ wurde unlängst mit dem „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ (Bestenliste) prämiert und erhielt in Paris den „Prix de L’Académie du Jazz“. Über seine rege Konzerttätigkeit hinaus wirkt Chris Hopkins seit 2005 als Jazz-Dozent an der Hochschule für Musik Köln und ist Pate des Projektes „Jedem Kind ein Instrument“.

Mehr über Chris Hopkins unter : www.hopkins.de